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Termine

Buchvorstellung: Léon Poliakov. St. Petersburg – Paris – Berlin. Memoiren eines Davongekommenen

Veranstaltung

Titel:
Buchvorstellung: Léon Poliakov. St. Petersburg – Paris – Berlin. Memoiren eines Davongekommenen
Wann:
Di, 19. November 2019, 20:00 h
Wo:
Freiburg im Breisgau,
Kategorien:
Film-Kino, Migration/Interkultur, Rassismus/Diskriminierung
Aufrufe:
1073

Beschreibung

Poliakov Memoiren Cover 862x1448Léon Poliakov musste als Kind mit seinen Eltern vor der Oktoberevolution fliehen und gelangte über Berlin nach Paris, wo sein Vater das »Pariser Tagblatt« ins Leben rief und zum populären Sprachrohr von Schriftstellern wie Heinrich Mann und Oskar Maria Graf machte. 1940 geriet Poliakov in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Flucht schloss er sich der Résistance an und beteiligte sich an der Rettung von Juden und Jüdinnen. Noch während der Befreiung Frankreichs begann er mit der Sammlung von Täterdokumenten und war Mitglied der französischen Delegation bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Schon 1951 entstand seine Studie »Das Brevier des Hasses«, der erste systematische Versuch, den Massenmord an den Juden und Jüdinnen zu dokumentieren. Poliakov betonte im Gegensatz zu deutschen Historiker*innen schon sehr früh die zentrale Rolle des eliminatorischen Antisemitismus. Aber die um die Deutungshoheit der Shoa ringenden deutschen Geschichtswissenschaftler*innen haben den Résistanceaktivisten und Autodidakten im akademischen Betrieb bis heute ignoriert.

Es sprechen Alex Carstiuc und Anselm Meyer

Der Eintritt ist frei

Eine Veranstaltung des ça ira-Verlags

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Aktionswochen gegen Antisemitismus
vom 7. November bis zum 8. Dezember 2019 in Freiburg

Mit Vorträgen, Workshops, Lesungen, einer Ausstellung, Filmvorführungen, Stadtrundgängen und Konzerten veranstaltet ein breites Bündnis an Freiburger Gemeinden, Institutionen und Gruppen die Aktionswochen gegen Antisemitismus. Ein Schwerpunkt im Programm bildet die Ausstellung "Kinder im KZ - Annäherung an Kindheiten während der Katastrophe", die am Montag, 18. November um 17.00 Uhr von der Egalitären Jüdischen Chawurah Gescher Gemeinde zusammen mit dem Freiburger Roma Büro eröffnet wird. Die Ausstellung mit Begleitprogramm wird für zwei Wochen im Kinder- und Jugendzentrum Weingarten zu sehen sein, für Jugendgruppen können Führungen gebucht werden.

Veranstalter*innen, Kooperationspartner*innen und Sponsor*innen:
Israelitische Gemeinde Freiburg, Caritasverband Freiburg-Stadt e.V., Egalitäre Jüdische Chawurah Gescher Gemeinde Freiburg, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Roma Büro Freiburg, Referat gegen Antisemitismus des StuRa der Uni Freiburg, Deutsch-Israelische Gesellschaft Freiburg, Chabad Lubawitsch Freiburg, Freundeskreis Freiburg - Tel Aviv - Jaffo, Kopfstand, Initiative Stolpersteine Freiburg, Theater Freiburg, ca-ira Verlag, DBG Südbaden, Gegen Vergessen - Für Demokratie, Jüdische Kulturinitiative, Katholisches und Evangelisches Dekanat Freiburg, Anarchistische Gruppe Freiburg, Verein der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschisten, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, iz3w Freiburg, Aktionsforum Israel, ArTik e.V., Kommunales Kino Freiburg, Kino Friedrichsbau, VHS Freiburg

Mit freundlicher Unterstützung von der Amadeu-Antonio-Stiftung, dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und dem Amt für Migration und Integration der Stadt Freiburg aus Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!"


Veranstaltungsort

Standort:
ça ira-Verlag
Straße:
Günterstalstr. 37 (Hinterhof)
Postleitzahl:
79102
Stadt:
Freiburg im Breisgau
Land:
Germany
Karte:
Karte
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