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Cover iz3w Zeitschrift zwischen Süd und Nord JanuarFebruar 2021 Welternährung eigentlich ist genug für alle daAusgabe 382 | Welternährung
– eigentlich ist genug für alle da
Biafra-Kinder mit aufgeblähten Bäuchen und Brot für die Welt – das ist alles so Retro wie die Schwarzweißfotos aus den Siebzigerjahren. Als ein Relikt aus längst vergangenen entwicklungspolitischen Zeiten dürften jüngeren Menschen auch Begriffe wie Welternährung und Ernährungssicherheit erscheinen. Eine Zeitlang hatte es ja wirklich so ausgesehen, als ob der Hunger bald aus der Welt geschafft wäre. Als bekennende Hedonist*innen hätten wir deshalb liebend gerne eine ganze iz3w-Ausgabe zu den schönen Seiten der Ernährung gestaltet...

Doch als kritische Zeitschrift kommen wir nicht daran vorbei, in erster Linie über den Mangel an ausgewogener Ernährung zu schreiben – und über all die empörenden Fehlentwicklungen und Fehlentscheidungen, die maßgeblich zur Fortexistenz eines globalen Ernährungsregimes beitragen, das in sozialer und ökologischer Hinsicht katastrophal ist.

In unserem Dossier fragen wir nach dem Stand der Dinge bei der globalen Nahrungsmittelproduktion. Welche kolonialen Strukturen haben sich bis heute erhalten? Und wie ließe sich die Welternährung demokratisieren? 

Inhaltsübersicht | Ausgabe 382

Hefteditorial: The Times They Are a-Changin …

Themenschwerpunkt: Welternährung

Editorial zum Themenschwerpunkt: Welternährung

Die vermeidbare Katastrophe
Warum hungern Menschen, obwohl genug Nahrung produziert wird?
von Roman Herre und Philipp Mimkes
Der Hunger bleibt
Die »Allianz für eine grüne Revolution in Afrika« schadet Mensch und Umwelt
von Lena Bassermann
Bitterer Beigeschmack
Koloniale Spuren im globalen Ernährungsregime
von Martina Backes
Mission Eiweißversorgung
Warum deutsche Ernährungsprojekte in Togo gescheitert sind
von Stefan Seefelder
»Das muss sich ändern«
Interview mit Shefali Sharma über das Unwesen der Molkereikonzerne
Hungrig nach Dividenden
Warum sich die Agrardebatte mit Finanzmärkten beschäftigen will
von Eva Gelinsky
Umverteilung ist out
Indiens öffentliches System zur Verteilung von Lebensmitteln darbt
von Jürgen Weber
Warum hungern Frauen anders?
Ein patriarchales Gesellschaftssystem macht vor der Ernährung nicht halt
von Paola Romero, Andrea Nuila und Wilma Strothenke
Widerstand gegen Agropoly
Warum Ernährungssouveränität ein politisches Programm ist
von Tina Goethe
Mehr als ein Anbausystem
Wie die Agrarökologie das Ernährungsregime revolutionieren kann
von Peter Clausing

Politik und Ökonomie

Uranabbau: »Nachhaltiger Uranbergbau«
Die EU finanziert die kriselnde Atomlobby im südlichen Afrika
von Günter Wippel
Protestbewegungen: Rosen gegen Korruption
Ein Rückblick auf die »Colourful Revolutions«
von Peter Korig
Ägypten: Dystopie am Nil
Ägypten plant eine neue Hauptstadt
von Marisa Raiser
Migration I: Begrenzte Rechte
Illegalisierte Migrationsbewegungen an der französisch-italienischen Grenze
von Oliver Estay Arndt
Migration II: »Unsere Arbeit basiert auf praktischer Solidarität«
Interview mit zwei Aktivistinnen von Kesha Niya Kitchen
Bosnien und Herzegowina: Konservierter Nationalismus
Bosnien ist 25 Jahre nach Kriegsende ein Ort der Stagnation
von Larissa Schober

Kultur und Debatte

Literatur I: Schuld und Sehnsucht
Elsa Koesters Romandebüt »Couscous mit Zimt«
von Isabel Röder
Literatur II: »Das ist keine gute Trauerarbeit«
Interview mit Elsa Koester
Debatte: »Wir sind das Ergebnis von 500 Jahren Kampf«
Der Zapatismus in der dekolonisierten Theorie
von Jens Kastner

Rezensionen

Zwei Bücher zu Störungen im kollektiven Gedächtnis
„Deutschland. Globalgeschichte einer Nation“ | „Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive“
Thomas Schmidinger: Sudan
Unvollendete Revolutionen in einem brüchigen Land
Vojin Saša Vukadinović (Hg.): Zugzwänge
Ein Sammelband über Flucht und Verlangen
Rana Mitter: China’s Good War
How World War II is Shaping a New Nationalism

Cover iz3w Zeitschrift zwischen Süd und Nord JanuarFebruar 2021 Welternährung eigentlich ist genug für alle da

Weitere Informationen: www.iz3w.org

Die Zeitschrift kann für € 6,00 in zahlreichen Buchhandlungen und Bahnhofsbuchhandlungen oder zzgl. 1,70 Euro für Porto und Versand direkt beim informationszentrum 3. welt (iz3w) bezogen werden. In unserem Online-Shop bieten wir neben der gedruckten Version auch eine PDF-Ausgabe an. 

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