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karawane-der-hoffnung“Karawane der Hoffnung” – ein Kinofilm von und mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus der Region Freiburg

Der Verein Black Dog Jugend und Medienbildung (www.black-dog-ev.de) macht Medien- und Kunstprojekte, vor allem Filmprojekte, mit Jugendlichen. Der Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Jugendlichen aus sozial benachteiligten Schichten. In den Projekten wird großer Wert auf eine professionelle Begleitung der Jugendlichen und auf die Qualität der Filme gelegt.
Das Projekt “Karawane der Hoffnung” begann im Sommer 2013. Im Lauf der Zeit haben 30 junge Flüchtlinge mitgewirkt. Sie hatten die Möglichkeit, als Kameraleute, Schauspieler, Drehbuchautoren, Musiker, Organisatoren und Cutter zu arbeiten.

Am Anfang wurde mit einer kleinen Gruppe junger Flüchtlinge in Oberrimsingen gearbeitet, die dort vom Christophorus Jugendwerk betreut wurden und in der Erich- Kiehn- Schule ihre ersten Deutschkurse machten. Einige haben mittlerweile in den Werkstätten des Jugendwerks eine Berufsausbildung begonnen. Ende 2013 dehnte sich der Teilnehmerkreis auf Jugendliche aus, die in Freiburg und Umgebung wohnen und betreut werden. Die Jugendhilfeeinrichtung “Wiese” kam als Partner dazu.
Die Zuwanderung junger Flüchtlinge, die sich ohne Familienangehörige nach Europa durchschlagen, hat in der Region Freiburg stark zugenommen und nimmt weiterhin zu. In dem Film- und Kunstprojekt haben sie die Möglichkeit, ihre Lage ein Stück weit verständlich zu machen. Dies ist u.a. auch ein Mittel zu ihrer Integration in ihrem neuen Lebensumfeld. Die Projektleiter (Jürgen Dettling für Film und Christine Kallfaß für Schauspiel) orientieren sich an den Wünschen, Bedürfnissen und Möglichkeiten der Jugendlichen: Was wollen sie über ihre Geschichte, ihre Flucht, über ihre Lage in Deutschland mitteilen? Und wie wollen sie das tun? Mit den Jugendlichen wurden Dokumentar- und Spielfilmszenen erarbeitet und umgesetzt, sie gaben Interviews, nahmen die Kamera in die Hand und spielten Filmmusik ein. Diese Arbeit ist nicht einfach, weil auch immer die Gefahr besteht, dass Traumata der Jugendlichen aufbrechen. Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und Religionen sind ebenso Teil der Gruppenprozesse wie Existenzängste und Mutlosigkeit. Aber die Jugendlichen bringen auch eine Menge Humor und Lebenslust mit. All dies spiegelt sich in dem Film – wenn sie über ihre Hoffnungen und Pläne erzählen, sich in der Schule und bei der Berufsausbildung filmen und filmen lassen, oder Spielfilmszenen realisieren, die ihre Erfahrungen mit Polizei und Ungerechtigkeit zeigen, ihre Flucht, oder witzige Episoden aus der neuen Wohngemeinschaft. Auch das Thema “Mädels” ist natürlich wichtig.
Der Film ist gewachsen wie ein Baukasten. Es gab einen ersten, dann einen zweiten Teil. Im Cinemaxx wird ein neuer “Langfilm” zu sehen sein, mit den besten Szenen der beiden ersten Filme und einigen neuen Sequenzen.
Die Arbeit mit jungen Flüchtlingen hört für Black Dog nach der Freiburger Premiere nicht auf. Es sollen Filmprojekte folgen, in denen junge Flüchtlinge, Migranten und Deutsche zusammenarbeiten – das angedachte Thema: “Zukunft”.

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