GroßesNeuesHeaderbild

kolanut-said-noDieser Film war zu sehen im Kommunalen Kino:

und ist bei SUZIFILM (s.u.) erhältlich!
Ein Spielfilm von Afrikanern, gedreht in Freiburg

Regie: Ben Oben Mkpot | Buch: Kolle George, Suzi Oben Arrey | Kamera: Dieter Zwierlein, Ben Oben Mkpot, Dr. Ernst Hannemann | Musik: Peter Schulz, Main Piece, Mary Sylvester | mit Vida Ampomah, Main Piece, Christine Chapapria |
| Deutschland 2007 | engl. OF | 120 Min. |

Einen aus Afrika stammenden, aber schon seit 18 Jahren in Deutschland lebenden Mann, zieht es zurück in seine Heimat Kamerun. Als sich seine deutsche Frau und die beiden gemeinsamen Kinder weigern, in dieses »unzivilisierte Land« mitzukommen, verlässt er die Familie, um in seiner afrikanischen Abstammungskultur zu leben und dort eine neue Existenz aufzubauen.

Kurz darauf erfährt er, dass seine deutsche Gemahlin bereits eine neue Beziehung eingegangen ist. Er bricht den Kontakt zur Familie ab und begibt sich auf die Suche nach einer neuen Partnerin. Er findet seine Traumpartnerin und es entspinnt sich eine romantische Liebesgeschichte. Das Paar möchte heiraten. Doch bevor der Bund fürs Leben geschlossen wird, muss – so will es die Tradition – die Meinung der verstorbenen Vorfahren eingeholt werden. In einer Art Orakel werfen die Familien der Ehewilligen eine Kolanuss. Die Lage der Einzelteile der Kolanuss verweist eindeutig auf eine Ablehnung der Verbindung. Die Liebenden widersetzen sich diesem Spruch und heiraten dennoch. Die Frau wird schwanger, doch die »Ahnen« fordern ihr Tribut…

Zentrale Konfliktlinien des Films sind die Zerrissenheit von Afrikanern in ihrer neuen (deutschen) Heimat und deren gleichzeitige Entfremdung von ihrer Herkunftskultur. Die unmerklich eingetretene »Verwestlichung« führt zur Missachtung »traditioneller Gesetze«.

| Mi 17.10., 19:30, Premiere in Anwesenheit des Filmemachers u.a. Gäste | Di 30.10., 21:30 |

im Kommunalen Kino: Urachstr. 40, 79102 Freiburg, Tel. 0761 - 709033
Kommunales Kino


 

Hallo everyone,
greetings to you all.
 
After one year of hard work, trying to make this film,
i'm happy to tell you that the premiere screening of our movie "And the Kola Nut Said No!"
has been fixed for Wednesday, October 17th at 7p.m. at the Kommunales Kino in Freiburg.
(Alter Wiehre-Bahnhof)
 
A second screening  will also take place at the Kommunales Kino in Freiburg,  
on Tuesday, the 30th of October 9,30 p.m.
 
For more information about the movie, please contact our website: www.suzifilm.com
 
Please feel free to E-mail or call Tel: 07666-4307 or Handy: 0170-585-0285

Kindest regards,
Ben Oben Mkpot


„And the Kola Nut Said No!“

 

a film critic by Sarah M. Schemske
Having been born and grown up in Africa, the movie’s protagonist who has been living in Germany for a very long time, is wishing to live in harmony with his African culture and traditions. For him this means returning to where he comes from, but he has to pay a high prize for that because his German wife and their children don’t want to come with him, full of prejudice and fear.

His final decision to leave them behind shows how deep an African man can be connected to his roots. Here the main actor does an excellent job by showing how difficult this decision was and what consequences this change of life had.
 
Having arrived in Africa, his wife, who can’t imagine following him, finds herself a new lover. But she fails in hiding this fact from her husband, what leads them to a sudden end in their relationship and also a cruel end to the contact to his German family.
 
Noticing how easily the protagonist starts a “new existence”, one can feel a little irritated, still having scenes of his former family life in one’s mind. But this fact which really is not easy to understand is soon forgotten with the beginning of a beautiful romance: in heart-warming scenes the movie shows the man finding another woman who is willing to share her life with him.
 
There has to be made a compliment to the good dialogues in this film. It is said what is to be said, not more or less, but the important things. What one person says is giving a clear image of him. But not only the dialogues, also the actors themselves are responsible for such a good impression. Even in every-day scenes they are acting with a healthy dose of passion and emotions which makes the story really come to life. But in few parts there are also some cliché-like dramatic elements that are over-emphasized so the continuing of the story can be foreseen.
 
The protagonist and his girlfriend want to marry. Everything seems to be just perfect: they can afford a good life-style and their parents have agreed – but before each marriage, the gods have to be asked whether they agree, too. The questioning of them is done by throwing a kola nut. In the way it falls there is the answer.
 
Seeing how important the god’s answer is to the family gives a good impression of life in Africa which always is combined with believing in traditions which do not lose their meaning with modern development.
 
Knowing the movie’s name one also knows how the plot continues, but the couple is still willing to marry. And soon the atmosphere changes and comes to a tragic climax. The gist is, like William Blake once said, “The Tradition of the Old is true”, meaning that traditional habits which look old-fashioned at the first sight are of a bigger importance than one can understand. Ignoring this can lead to a sad end. The whole film is shown in impressing pictures which catch the important things, without forgetting the little details making it all very realistic.
 
Although some technical difficulties as well as a not always good choice of film music cause for disturbance, one can go over this if one looks at the unique performance of the actors, well-written dialogues and moving, heartbreaking scenes that make the movie worth to be seen by many people.

© 2007 Sarah M. Schemske


Deutsch
„And the Kola Nut Said No!“

 

Filmkritik von Sarah M. Schemske
 
Die Hauptfigur des Films ist ein aus Afrika stammender Mann, der schon lange Zeit in Deutschland lebt. Obwohl er mit seiner Familie in Freiburg zu Hause ist, verspürt er den Wunsch, mit seiner afrikanischen Kultur und ihren Traditionen im Einklang zu leben. Dies bedeutet für ihn allerdings, in seine Heimat zurückzukehren, trotz des hohen Preises den er dafür zahlen muss: Seine Frau und Kinder möchten nicht mit ihm kommen, sie haben zu viele Vorurteile und Ängste.

Seine Entscheidung sie zu verlassen zeigt, wie tief die Verbindung eines afrikanischen Mannes zu seinen Wurzeln sein kann. Hier hebt der Hauptdarsteller sehr gekonnt hervor, wie schwer diese Entscheidung ist und welche Konsequenzen diese Veränderung mit sich bringt.

Seine Frau, die sich nicht vorstellen kann, ihm zu folgen, findet einen Liebhaber sobald ihr Mann in Afrika ankommt. Doch sie kann diese Tatsache nicht lange vor ihrem Mann geheimhalten, woraufhin er nicht nur ihre Beziehung, sondern auch den Kontakt zu seiner Familie abrupt abbricht.

Wie einfach der Protagonist sich eine ganz neue Existenz aufbaut, wirkt jedoch irritierend, wenn man sich Szenen seines früheren Familienlebens in Erinnerung ruft. Doch wenn diese Tatsache auch nicht leicht zu verstehen ist, ist sie mit dem Beginn einer wunderschönen Liebesgeschichte bald vergessen: In berührenden Szenen zeigt der Film, wie der Mann eine afrikanische Frau findet, die bereit ist, ihr Leben mit ihm zu teilen. An dieser Stelle muss den guten Dialogen ein Lob ausgesprochen werden. Was gesagt werden muss, wird gesagt; die wichtigen Dinge werden auf den Punkt gebracht ohne sich in Überflüssigem zu verlieren. Was eine Person von sich gibt, schafft ein klares Bild von ihr.

Doch für diesen guten Eindruck sind auch die Schauspieler verantwortlich. Sogar in ganz alltäglichen Szenen spielen sie mit einer gesunden Portion Leidenschaft und Gefühlen, was der Geschichte wirkliches Leben einhaucht. An einigen Stellen fallen klischeeartige Elemente auf, die so überbetont sind, dass der Fortgang der Geschichte vorhergesehen werden kann.

Als der Protagonist und seine Freundin heiraten wollen, scheint zunächst alles perfekt zu sein: Sie können sich einen guten Lebensstil leisten und auch ihre Eltern sind einverstanden. Doch bevor eine Hochzeit stattfinden kann, müssen zuerst die Götter befragt werden, ob auch sie ihre Zustimmung geben. Dazu wird die Kolanuss dreimal geworfen. Die Antwort liegt in der Art, wie sie fällt.

Man sieht, wie wichtig den Familien die Meinung der Götter ist. Dies gibt einen guten Eindruck vom Leben in Afrika, das immer mit dem Glauben an die Tradition verknüpft ist, deren Bedeutung trotz fortschreitender Modernisierung nicht schwindet.

Der Name des Films verrät, wie es weitergeht, doch das Paar schlägt alle Warnungen in den Wind und gibt seine Heiratspläne nicht auf. Bald verändert sich die Atmosphäre und es kommt zum tragischen Höhepunkt ... Die Botschaft des Films ist die Tradition, und wie schon William Blake sagte „Die Überlieferung Der Alten ist wahr“, was bedeutet, dass traditionelle Bräuche, die auf den ersten Blick überholt wirken, von einer größeren Bedeutung sind, als man zunächst denkt – sie zu ignorieren kann sich fatal auswirken.

Den Film beherrschen Bilder, die einen starken Eindruck hinterlassen und die wichtigen Dinge hervorheben ohne die kleinen Details zu vergessen, die alles so realistisch machen.

Obwohl einige technische Schwierigkeiten und eine nicht immer gute Auswahl von Filmmusik für manche Störung sorgen, stehen die einzigartige Darstellung der Schauspieler, gut geschriebene Dialoge und bewegende, gefühlvolle Szenen im Vordergrund, die den Film auf jeden Fall sehenswert machen.  
Copyright © 2007 Sarah M. Schemske  


Suzifilm

Musik: Peter Schulz, Mary Sylvester

Filmkritik: Sarah M. Schemske 

Newsletter-Abo

Du willst auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere doch unsere Newsletter: