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für aktive Kultur szeneDie Corona-Pandemie trifft viele Branchen, besonders hart aber den Kulturbetrieb. Die Stadt Freiburg hat jüngst mehrere Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Infrastruktur in der Musik- und Tanzszene zu stärken. Das war Ziel der Maßnahmen, die der Gemeinderat jüngst auf Initiative der Kulturverwaltung beschlossen hat...

  • Für die Jazzhaus GmbH und den Verein Jugend Pro Arte wurden zwei Förderprogramme beschlossen. Die Förderung kommt sowohl den Institutionen als auch Kunstschaffenden von Musik und Tanz zugute. Mit einer Einmalzahlung an die Jazzhaus GmbH (90.000 Euro) und an Jugend Pro Arte (50.000 Euro) finanziert die Stadt ein Kontingent an Probe- und Konzertterminen, die von Kunstschaffenden der jeweiligen Szene stark kostenreduziert in Anspruch genommen werden kann.
  • Zur Sicherung von Existenz und Handlungsfähigkeit beschloss der Gemeinderat Einmalzahlungen für das Freiburger Barockorchester (150.000 Euro), das ensemble recherche (80.000 Euro) und Albert-Konzerte (65.000 Euro).
  • Für 1,1 Millionen Euro werden neue Bandübungsräume eingerichtet. Sie entstehen auf 680 Quadratmetern Fläche in der Karlsruher Straße. Der Verein Multicore ist als Betreiber vorgesehen. Losgelöst von den Herausforderungen der Corona-Pandemie entstanden, kommt der Startschuss für das Projekt zum rechten Zeitpunkt.
  • Kulturveranstalter können auch weiterhin Veranstaltungsräume der FWTM günstiger nutzen – seit Mitte 2020 gibt es die Möglichkeit der Mietkostenerstattung, diese Möglichkeit hat der Gemeinderat für das Jahr 2021 verlängert.

Doch das ist bei Weitem nicht alles, was 2020 für die Kulturszene getan wurde. Denn die Beschlüsse des Gemeinderats schließen an vielfältige Fördermaßnahmen an, mit denen die Kulturverwaltung Kulturschaffenden seit Beginn der Pandemie zur Seite steht. Neben einem kulanten Umgang mit zugesagten Förderungen, institutionell wie projektbezogen, wurden Wege gefunden, besonders unter Druck geratene Zielgruppen finanziell zusätzlich zu fördern. In einem Förderprogramm, das der Gemeinderat beschlossen hatte, wurden 2020 insgesamt 68.000 Euro an Musikclubs und Musikspielstätten ausgeschüttet. Die Ausschreibung „Alternative Kunstformate“ richtete sich zudem gezielt an die freie Szene aller Sparten – 22 Projekte erhielten insgesamt 56.000 Euro an Förderung.

Um die Sichtbarkeit der kulturellen Akteure in Freiburg zu stärken, wurden 2020 vielfach Open Air-Formate mit insgesamt rund 55.000 Euro unterstützt. Davon profitierten etwa „Ins Weite“ des Kommunalen Kinos mit Kooperationspartnern, „Asphalt Sessions“ des E-Werks, „Open Air Sommer im Basler Hof“ des Kulturvereins Resonance oder „reboot“ des Vereins Multicore. Begleitet wurde die finanzielle Förderung durch die Aktion „Frischluft“ des Kulturamts, die auf die Veranstaltungen des Sommers aufmerksam gemacht hat.

Die Veranstaltungen Tex 1 und Tex 2 schafften zusätzliche Sichtbarkeit für die Bereiche Bildende Kunst, Musik und Tanz. Das Kulturamt hat sie in Kooperation mit dem Kulturaggregat e. V. und der Interessengemeinschaft Subkultur am künftigen Standort der Bandproberäume veranstaltet. Zwei weitere Plakataktionen verfolgten ebenfalls das Ziel, Kulturschaffenden in Pandemiezeiten Aufmerksamkeit zu verleihen: Im Rahmen der Kunstaktion „Litfass Haikus“, entwarfen Autorinnen der Jugend-Schreibwerkstatt des Literaturhauses Freiburg und zwölf Illustrator*innen des ILLU Freiburg e.V. Plakat-Poesie um die Themen Nachhaltigkeit und Solidarität. Die landesweite Plakataktion unter dem Motto: „Kultur braucht uns - wir brauchen Kultur!“ entstand auf Initiative der AG Kulturämter in Baden-Württemberg.

Weitere Informationen: www.freiburg.de/kulturamt

Stadt Freiburg/PM

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