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ntgj logo introDie Initiative »Nazi-Terror gegen Jugendliche Freiburg« (kurz: Initiative NTgJ Freiburg) hat es sich zum Anliegen gemacht, die Elemente der Ausstellung »Nazi-Terror gegen Jugendliche«, deren Inhalte von Schüler*innen und Lehrenden zwischen 2007 und 2015 erarbeitet wurden, und die zahlreichen Video- Aufzeichnungen der Begegnungen von Schüler*innen mit Zeitzeug*innen, die über die Jahre der Projektarbeit zusammengekommen sind, für die Nutzung in Schule und Bildungsarbeit verfügbar zu halten. Dies erscheint angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen hier im Land ...

und anderswo dringender denn je.

NTGJ Copyright bei.ntgj 1Durchgeführt wurde das Jugendprojekt »Nazi-Terror gegen Jugendliche Freiburg« mit wechselnden Themenschwerpunkten in den Jahren 2007/2008, 2010 und 2015 an der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg. Als der Arbeitsbereich »Geschichte und christlich-jüdische Begegnung« 2016 aus der Zuständigkeit der Katholischen Akademie ausgegliedert und als neu geschaffene Aufgabe im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg etabliert wurde, gab es zeitgleich bereits erste Überlegungen, die vorhandene Ausstellung und die langjährige Erfahrung des Projektteams weiter zu nützen – nicht zuletzt auch die zahlreichen Kontakte zu Überlebenden des Holocausts.

Ein erster Schritt war noch 2016 die Gründung der Initiative »Nazi-Terror gegen Jugendliche Freiburg«. Seit 2017 ist die Initiative Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG) Stuttgart. Für das Ausstellungsprojekt haben Schüler*innen in freien Gruppen oder Klassenverbänden Schicksale von Menschen aus der Region recherchiert, die als Kinder oder Jugendliche der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt waren. Anhand von Text- und Bilddokumenten und durch Gespräche und Briefwechsel mit noch lebenden Zeitzeug*innen erarbeiteten sie Lebensläufe von Opfern der NS-Diktatur, suchten nach Spuren aus der NS-Zeit in ihrer Schule und vieles mehr.

NTGJ Copyright bei.ntgj 2Begegnungen mit Überlebenden waren zentraler Bestandteil des Projekts. Indem die Ausstellung die damalige Situation anhand von persönlichen Schicksalen zugänglich macht, kann sie aufklären und sensibilisieren. Um zu verstehen, wie es zum Nazi-Terror kam und um Parolen und Lügenbilder der Neonazis heute zu entlarven, braucht es gesichertes Wissen. Dieses vermitteln zu helfen, ist Anliegen und Aufgabe der Ausstellung. Sie kann so dabei helfen, aus der Geschichte zu lernen, um in der Gegenwart entschlossen für die Demokratie einzutreten.

NTGJ Copyright bei.ntgj 3Anlässlich des 80. Jahrestags der Reichspogromnacht geht das Ausstellungsprojekt unter dem Titel »Erinnern für die Zukunft – Novemberpogrome 1938« nun in die nächste Runde. Im Verbund mit »Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Berlin«, mit der Richard-Fehrenbach Gewerbeschule und der Bibliothek der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule als Kooperationspartnern wird die Ausstellung von 7.11. bis 14.12.2018 in den Räumen der beteiligten Schulen gezeigt und von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet.

www.nazi-terror-gegen-jugendliche.de

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