GroßesNeuesHeaderbild

m pesa 2008 1100Wir brauchten Lösungen, die die besonderen Bedürfnisse unserer Bevölkerung berücksichtigen. Wir haben sie gefunden- und sind dem Rest der Welt um Längen voraus.

Meine jüngere Schwester wurde auf ihrem Schulweg in unserem kleinen Dorf, im Westen Kenias, von einer Schlange gebissen. Meine Mutter hat mich von einem Mobiltelefon angerufen, das ich vor kurzem für sie gekauft hatte. Sie brauchte etwa 2 Euro, um den Transport für meine Schwester auf einem Motorrad zur nächstgelegenen Krankenstation zu bezahlen. Meine Mutter war verzweifelt, denn vor 15 Jahren starb mein Vater innerhalb einer Stunde, nachdem er in der gleichen Umgebung von einer schwarzen Mama gebissen wurde. Ich wandte mich sofort an meinen Vorgesetzten auf der Baustelle, wo ich für 5 Euro pro Tag arbeite. Er gab mir einen Vorschuss und zehn Minuten später war ich am nächsten Kiosk, zahlte die Ksh 300 (etwa 3 Euro) ein und bekam das Guthaben auf mein Mobiltelefon. Ich schickte es an meine Mutter und meine Schwester wurde gerettet. M-Pesa kann Leben retten!
David Anyango (25 ) aus Kisumu, Kenia.

Afrika als Kontinent ist nicht gerade für positive Entwicklungen bekannt - trotz seines großen Reichtums, der leider für die Mehrheit seiner Bevölkerung nicht von Nutzen war. Aber jetzt herrscht eine Welle an Optimismus - eine Innovation, die diese Sichtweise auf Afrika verändert. Lange Zeit hat sich der Kontinent bemüht, Ideen zu finden, die zur Lösung der Probleme seiner besonderen und überwiegend armen Bevölkerung beitragen können. Die meisten Lösungsvorschläge kamen in der Vergangenheit von Akteuren von außerhalb, wurden von dort initiiert und in den meisten Fällen stand der geplante Gewinn viel mehr im Vordergrund als das Interesse und die Bedürfnisse der Konsumenten.

Die afrikanische Gesellschaft ist besonders, um nicht zu sagen einzigartig! Trotz der negativen Konnotation, die das Wort „Kommune“ - dessen Bedeutung durch die kapitalistischen Regime der Westeuropäer und der USA in ihrem blinden Hegemonialkrieg mit Russland verfälscht wurde –hevor ruft, bedeutet „Kommune“ für eine afrikanische Gesellschaft weiterhin „Gemeinschaftlichkeit“, und stellt die grundlegende Ideologie des Überlebens dar. Ein populäres afrikanisches Sprichwort besagt: „Ich bin, weil wir sind. Weil wir sind, deshalb bin ich!“

„M-Pesa“ ist ein Dienst, der unmittelbare bargeldlose Bezahlungen und Überweisungen ohne den Besitz eines Bankkontos ermöglicht und in Kenia von einer Tochtergesellschaft von Vodafone namens Safaricom entwickelt wurde. Der Dienst gewann nach den heftigen Wahlen im Jahr 2007 an großer Bedeutung, als Menschen ihre Familienmitglieder, Freunde und Verwandte, die als Folge der Gewaltausschreitungen in verschiedene Teile des Landes zerstreut waren, erreichen mussten. Schon geringe Beträge wie 20 Eurocent können über das Mobiltelefon an eine bedürftige Person in tausend Kilometer Entfernung geschickt werden.

Entwicklungsfinanzierungen und Firmenbanken haben sich seit langem mit dem Thema beschäftigt, wie man Geringverdienern in Entwicklungsländern den Zugang zu Bankprodukten verschaffen kann, was die sozioökonomische Entwicklung einerseits und eine stärkere Produktverteilung für die Banken des privaten Sektors andererseits fördern würde.

Allerdings bedeutet eine größere finanzielle Einbeziehung der Menschen, die am unteren Rand der Gesellschaft leben, nicht die Möglichkeit zur Eröffnung eines Bankkontos. Nirgends ist dies deutlicher zu spüren als in Afrika, vor allem in Kenia, einer der aufkommenden Fintech-Drehscheiben des Kontinents.

Der Name „M-Pesa“ setzt sich aus dem Swahili Wort Pesa = Geld und M, für Mobil zusammen, und war ein Konzept des britischen Telekom-Riesen Vodafone als Corporate Social Responsibility (CSR) -Initiative in Partnerschaft mit dem lokalen Dienstleister Safaricom. Es wurde teilweise von DFID in Kenia finanziert, ein Versuch, den finanziellen Zugang für Mikro-Kreditgeber und ihre Kunden zu erleichtern. Pilotstudien zeigten jedoch, dass es für allgemeine Geldtransfers verwendet wurde und die Anwendung wurde neu gestaltet. Im Wesentlichen können Safaricom-Kunden, die sich bei „M-Pesa“ registrieren, Geld an andere Handybenutzern überweisen - auch wenn keiner ein Bankkonto besitzt. „M-Pesa“ in seiner jetzigen Form wurde im April 2007 in Kenia ins Leben gerufen und war eine Revolution in der Finanzdienstleistungslandschaft.

Im Jahr 2006, bevor „M-Pesa“ gestartet wurde, hatten 25% der Kenianer Zugang zu Bankprodukten. Bis zum Jahr 2014 stieg diese Zahl auf 68%. Fast die Hälfte dieser Nutzer hat kein formales Bankkonto, ja die Nutzung von Bankkonten in Kenia bleibt mit 23% sehr niedrig. Die Plattform „M-Pesa“ bietet alle wesentlichen finanziellen Leistungen: Einzahlung und Abhebung, die Überweisung von Geld an andere „M-Pesa“-Nutzer und Nichtbenutzer, die Bezahlung von Rechnungen und den Kauf von Telefon- und Internetguthaben. Die meisten „M-Pesa“-Agenten sind Kioskbesitzer an einer Straßenecke, die ein Training absolviert haben. Sie erhalten pro „M-Pesa“-Transaktion eine Provision und halten das das Vertriebsnetz am Laufen, wovon die Banken mit Bankautomat nur träumen können.

Dieses Phänomen gibt es nicht nur in Kenia. Die Länder Afrikas südlich der Sahara, führen weltweit im Bereich der mobilen Geldtechnologie. Im Durchschnitt nutzen hier 16% der erwachsenen Bevölkerung aktiv den mobilen Geldtransfer - der globale Durchschnitt liegt bei nur zwei Prozent. Von den 18 Ländern der Welt, in denen mehr Menschen mobile Geldkonten als Bankkonten haben, liegen alle, bis auf Paraguay, in Afrika. Was ist der Grund hierfür?

Der Besuch einer Bankfiliale kann, je nach Wohnort, zeitaufwändig und teuer sein, was die Transportkosten angeht. Auch wenn man eine Bank in seiner Nähe hat, so verdient eine große Mehrheit der Menschen nicht genug, um ein Bankkonto zu eröffnen. In Kenia besitzen derzeit etwa 43% der Bevölkerung ein Mobiltelefon – betrachtet man lediglich die Gruppe der Menschen älter als 15 Jahre, steigt diese Zahl auf 83%. Der Besitz eines Mobiltelefons macht sofort so genannte mobile Geldprodukte fast universell zugänglich. Beispielsweise gibt es in Kenia heute rund 26,7 Millionen „M-Pesa-Konten“ (und 33 Millionen Mobiltelefone), es gibt also mehr aktive mobile Geldkonten als Erwachsene.

Die Erfindung von „M-Pesa“ brauchte einige positive Nebenwirkungen, z.B. die finanzielle Stärkung der Gemeinschaften in ländlichen Gebieten, insbesondere der Frauen. Laut einer Studie ermöglichte der Zugang zu „M-Pesa“ den Frauen die Möglichkeit des Sparens. Früher mussten sie Zeit und Geld investieren, und meist auch eine gewisse Distanz zurücklegen, um Geld einzuzahlen oder auf ihre Ersparnisse zuzugreifen. „M-Pesa“ schützt davor, dass Geld unüberlegt ausgegeben wird – entweder von den Frauen selbst oder aber von ihren Ehemännern. Dies wiederum erhöht das Vertrauen der Gemeinschaft und den Respekt gegenüber Frauen, da sie nicht mehr gezwungen sind, ihre Einkäufe anschreiben zu lassen, sondern umgehend bargeldlos bezahlen können. Für viele Frauen bedeutet „M-Pesa“ finanzielle Unabhängigkeit und Privatsphäre, da sie nicht mehr den sozialen Konventionen unterliegen, und darauf warten müssen, dass männliche Verwandte ihnen Geld zukommen lassen.

Es ist kein Zufall, dass „M-Pesas“ erfolgreicher Slogan "Sende Geld nach Hause" war. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung Kenias, in der Regel Frauen auf dem Land, sind auf Überweisungen angewiesen und vor der Erfindung von „M-Pesa“ schickten 75% der Sender informell Bargeld über reisende Familienangehörige, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fuhren. Durch die Minimierung von Zeit, Kosten und Risiko, wirkt der mobile Geldtransfer sich auch positiv auf das Haushaltseinkommen einer Familie auswirkt und steigert dies nach Schätzungen um 5 % und bis zu 30%.

Der durchschnittliche Betrag, der über „M-Pesa“ überwiesen wird, beträgt etwa USD 33 und es gibt eine Grenze von USD 500 pro Transaktion, um die Nutzung der Plattform für Geldwäsche zu verhindern. Mobile Geldprodukte wurden speziell entworfen, um auch Beträge überweisen zu können, die von der Bank als zu gering eingestuft werden. Bei der Hälfte der Überweisungen beträgt der Wert weniger als USD 10. Betrachtet man die Summe an Geld, dann machen die Überweisungen durch „M-Pesa“ weniger als sieben Prozent der nationalen Zahlungen aus. Nimmt man jedoch die Anzahl an Überweisungen, so werden mehr als zwei Drittel aller Überweisungen durch den mobilen Geldtransfer getätigt.

Der wirklich faszinierende Aspekt des mobilen Geldes in Kenia ist, dass es eine digitale Plattform geworden ist, die für alle Bevölkerungsschichten zugänglich ist. Die finanziellen Regelungen in Kenia verhindern, dass Safaricom, der örtliche „M-Pesa“-Dienstleister, an den „M-Pesa“-Überweisungen verdient, da er keine Banklizenz besitzt. Eine innovative Partnerschaft mit der Commercial Bank hat jedoch zu einem Schwesterprodukt „M-Shwari“ geführt. Mit „M-Shwari“ können alle, die ein „M-Pesa“-Konto haben, über ihr Mobiltelefon ein Zinssparkonto eröffnen. Die Mobilfunkbetreiber sind mit den mobilen Geldkonten verknüpft, können Transaktionen der jeweiligen Person zurückverfolgen und verfügen so über wesentliche Informationen, die den Aufbau eines Kreditprofils ermöglichen. So kann eine große Barriere für Personen mit geringem Einkommen abgebaut werden und „M-Shwari“ bietet ihren Kunden kurzfristig ein Darlehen an, das 90 Tage lang ein zinsfrei ist. Dass die Adressaten von „M-Shwari“ zu der Bevölkerungsgruppe gehören, denen konventionelle Banken keinen Kredit bieten, belegt den Erfolg des Produkts.

Die meisten Menschen verbinden Kenia vermutlich nicht mit einem Ort, an dem neue Technologien entstehen. Im Jahr 2007 war es jedoch der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Plattform für Geldtransfer und Finanzdienstleistungen, die zu großen Veränderungen führte. Seitdem hat „M-Pesa“ ein enormes Wachstum erfahren: Im Jahr 2013 flossen ganze 43 % des kenianischen BIP durch „M-Pesa“, es gab über 237 Millionen Überweisungen von Mobiltelefon zu Mobiltelefon. Mittlerweile ist „M-Pesa“ aus dem Leben der Kenianer nicht mehr wegzudenken, da es auf einfache Weise eine ganze Reihe von Dienstleistungen wie Einzahlung und Abhebung von Geld, Überweisungen, die Bezahlung von Rechnungen, Überweisung von Schulgebühren und die Bereitstellung von Mikrokrediten ermöglicht.

Die Idee, die zur Entwicklung von „M-Pesa“ führte, war die Entdeckung der britischen Abteilung für internationale Entwicklung (DFID), dass Kenianer mobiles Guthaben anstelle von Geld überwiesen. DFID-Forscher sahen hinter dieser Idee großes Potenzial und verbanden sich mit dem Mobilfunkanbieter Vodafone. Vodafone hatte seinerseits die Bereitstellung von Mikrokrediten über eine mobile Plattform erwägt, da der Zugang zu Banken und Krediten in Kenia begrenzt und der Transport von Bargeld sowohl riskant als auch langsam war.

Ein Jahrzehnt nach seinem Start hat „M-Pesa“ einen großen Einfluss auf die kenianische Wirtschaft. Sein Erfolg veränderte die Banken- und Telekommunikationssektoren, ermöglichte fast 20 Millionen Kenianern einen finanziellen Zugang und erleichterte die Entstehung tausender kleiner Unternehmen. Ein besonderer Erfolg ist, dass „M-Pesa“ vor allem Menschen mit geringem Einkommen erreicht: Neue Datenerhebungen zeigen, dass der Prozentsatz der Nutzer, die von weniger als $ 1,25 pro Tag leben, 2008 noch bei weniger als 20 % und im Jahr 2011 bereits bei 72 % lag.

Auch Gruppen, die in der Regel nur begrenzten Zugang zu formalen Finanzdienstleistungen haben, haben von den Dienstleistungen durch „M-Pesa“ profitiert. Insbesondere die Möglichkeit, dass der Empfänger einer Rechnung unmittelbar nach der Überweisung Zugriff auf das Geld hat, ermöglicht es Nutzern, für unterschiedliche Zwecke Geld zu sammeln, sei es für Schulgebühren, Medizinische Versorgung oder Notfallhilfe. „M-Pesa“ hat auch die Unternehmensgründung einfacher gemacht - viele kleine Unternehmen nutzen „M-Pesa“ für fast alle Transaktionen oder bieten einen Service, der von „M-Pesa“ abgeleitet ist.

In Kenia war „M-Pesa“ so erfolgreich, dass traditionelle Banken es als ernsthaften Konkurrenten betrachteten. Zuerst verlangten die Banken von der kenianischen Regierung „M-Pesa“ zu begrenzen, aber zunehmend haben sie begonnen das Monopol von „M-Pesa“ auf dem mobilen Geldmarkt anzufechten, indem sie ähnliche mobile Bankdienstleistungen anbieten. Um konkurrenzfähig zu sein, werden viele dieser Dienste mit noch geringeren Transaktionsgebühren angeboten, als die von „M-Pesa“. Je mehr dem mobilen Geldmarkt beitreten, desto zugänglicher wird er für immer mehr Menschen und Gewinner sind hier die Verbraucher.

Der Erfolg von „M-Pesa“ zeigt das explosive Wachstum des Zugangs zu Mobiltelefonen in den Entwicklungsländern. Im ersten Quartal 2015 gab es über 900 Millionen Mobilfunkteilnehmer in Afrika und 3,7 Milliarden in Asien. Die Zahl der SIM-Karten im Netz könnte die globale Weltbevölkerung an einem gewissen Punkt übersteigen.

Die enormen Auswirkungen von „M-Pesa“ für den mobilen Geldtransfer machten Kenia bekannt. Heute gibt es eine Reihe von erfolgreichen mobilen Gelddiensten rund um die Welt, die ähnlich wie „M-Pesa“ aufgebaut wurden oder aus „M-Pesa“ abgeleitet wurden. Die Auswirkungen von „M-Pesa“ auf Kenias Wirtschaft machten wiederum mobile Gelddienste bekannt, und die anschließende Verbreitung ähnlicher Dienste kann diesem Erfolg gutgeschrieben werden. Nach Angaben der Global Mobile Systems Association (GMSA) waren im Jahr 2014 rund 255 mobile Gelddienstleistungen in 89 Ländern registriert. Diese sind mittlerweile in mehr als 60 Prozent der sogenannten Entwicklungsländer zugänglich. Afrika südlich der Sahara ist die Region, in der das mobile Geld am weitesten verbreitet ist, gefolgt von Südostasien und Lateinamerika.

Indem es Nutzern ermöglicht wird, sich gegenseitig Geld zu überweisen und Zahlungen direkt an Unternehmen und andere Einrichtungen zu leisten, reduzieren mobile Geldplattformen auch die Korruption, da kein Bargeld im Spiel ist. Infolgedessen stärkt „M-Pesa“ Einzelpersonen und unterstützt unternehmerische Kreativität in einem offeneren Finanzmarkt.

Artikel: Dan Amolo
Foto: Vodafone


Englische Version des Textes:

m pesa 2008 1100Your fone your Bank. The runaway success of M-Pesa Banking.

We need solutions that take our population’s unique and disparate needs into account, and here we are way ahead of the rest of the world.

My younger sister was bitten by a snake on her way to school in our small rural village in western Kenya. My mother called me from a mobile fone I recently bought for her. She needed an equivalent of 2 Euros to put by sister on a motor cycle to the nearest heath center….she was desperate because 15 years ago my father died within on hour after being bitten be a a Black Mamba in the same vicinity.

I immediately told my supervisor in the construction site where I was working for a daily wage of 5 Euro per day. He immediately gave me an advanced payment and within 10 minutes I had ran to the nearest kiosk, loaded Ksh.300 (3 Euros) into my mobile fone and sent it to my mother….My sister was saved…Mpesa is a savior!
David Anyango 25 years old youth from Kisumu,Kenya

Africa as a continent is not known for very positive developments despite its vast wealth which unfortunately has been of no benefit to the majority of its population. But now there is a wave of optimism innovation that is effectively changing the perception. For along time, the continent has struggled to come up with ideas which which can address the problems of its unique predominantly poor populance. Most solutions in the past have been initiated by actors from out there and in most cases the interest of the consumers have always been on the periphery in comparison to envisaged profit.

African society is unique. Yes, very unique! Despite the negative connotations of the word commune which have been vilified by the capitalistic western European and USA regimes in their blind hegemonic war with Russia to vilify this word, African society continues to hang on communality as a basic idealogy of survival.

As a popular African saying goes…I am because we Are….because we are, therefore I am!

Mpesa is a sevice of instant mobile money transfer that was developed in Kenya by a subsidiary of Vodafone. The service gained relevance after the post violent elections of 2007 when family and friends reached out to their kins trapped in political violence in various parts of the country. Amounts as little as 20 Euro cents can be sent through the mobile fone to a needy person thousand of kilometers away……

Development finance and corporate banks alike have long wrestled with the issue of banking the unbanked in the developing world, which would encourage broad-based socio-economic development on the one hand, and on the other, greater product distribution for the private sector banking institutions.

However, bringing greater financial inclusion to the bottom of the pyramid no longer means universal branch bank account ownership. Nowhere is this more evident than in Africa, particularly in one of the continent’s emerging fintech hubs, Kenya.

M-Pesa, whose name derives from the Swahili word for money ‘pesa’ and ‘m’ for mobile, began as a concept piloted by British telecom giant Vodafone as a corporate social responsibility (CSR) initiative in partnership with local service provider Safaricom. It was partly funded by DFID in Kenya in an attempt to facilitate financial access for micro-lenders and their clients. Pilot studies revealed that the application was in fact being used for general money transfers, and the application was redesigned. Essentially, Safaricom subscribers who also register with M-Pesa can transfer money between cell phone users, even if neither of them has a bank account. M-Pesa in its current form was launched in Kenya in April 2007, and it revolutionised the financial services landscape.

In 2006, before M-Pesa was launched, 25% of Kenyans had access to banking products. By 2014, this figure had jumped to 68%. Almost half of these users do not have a formal bank account, indeed, formal banking sector inclusion in Kenya remains as low at 23%. However, the M-Pesa platform performs the essential financial transactions: deposit and withdraw money, transfer money to other M-Pesa users and non-users, pay bills and purchase airtime. M-Pesa agents most of whom are street corner kiosks owners, who have been duly trained and are given a commission per M-Pesa transaction run the distribution network that most ATM-driven banks can only dream about.

This context is not unique to Kenya. Small wonder that Sub-Saharan Africa is a global leader in the use of mobile money technology. On an average, 16% of the adult population actively use a mobile money product in the region; the global average is two percent. Of the 18 countries in the world that have more mobile money accounts than bank accounts, only one, Paraguay, is not in Africa. Here’s why.

Visiting a physical bank branch can be time-consuming and expensive, in terms of transport costs to get there. Even with geographic access to a bank branch, the vast majority of the unbanked does not earn enough to warrant a bank account. However, in Kenya today, 43% of the population have a mobile phone — this figure jumps to 83% if one considers only Kenyans over 15 years of age. This immediately renders so-called mobile money products almost universally accessible. By way of example, Kenya today accounts for some 26.7 million M-Pesa accounts (and 33 million mobile phones), and has more active mobile money accounts than adults in its population.

There have been some surprisingly positive side effects in terms of financial empowerment of communities in rural areas, particularly women. According to one study, M-Pesa’s accessibility as a means of storing money greatly enabled women to save, as they would formerly have had to spend time and money to travel considerable distances to deposit money or access their savings. It keeps funds safe from casual spending, either by themselves, or their husbands. This in turn increases community’s trust of and respect for them, as they are no longer forced to buy on credit. For many women, it created financial independence and privacy, as social conventions dictated that they had previously to rely on male relatives for access to funds.

It is no coincidence that M-Pesa’s wildly successful tagline was simply “Send Money Home.” Before the launch of M-Pesa, more than a quarter of Kenya’s population, usually rural women, were reliant on remittances for income, and 75% of the remittance providers would send cash informally, via travelling family members on public transport. By eliminating the time, cost and risk involved in this process, some estimates put the increase to household income that mobile money has facilitated at between five percent and 30%.

The average transaction size is around USD 33 and there is a cap of USD 500 on transactions in order to prevent the use of the platform for money laundering. Mobile money products are specifically designed to service cash transfers previously considered too small by banks to bother about. Half the transactions are for a value of less than USD 10. Indeed, M-Pesa accounts for just less than seven percent of national payments’ throughput value in Kenya, but more than two thirds of the transactions by volume.

The truly fascinating aspect to mobile money in Kenya, is that it has become a digital platform from which other financial products can reach previously ignored segments of the population. Financial regulations in Kenya prevent Safaricom, the local M-Pesa service provider, from earning or paying interest on the M-Pesa money flows, as it does not hold a banking license. However, an innovative partnership with Commercial Banks has given rise to a sister product M-Shwari, through which M-Pesa account holders can open an interest-earning savings account via their mobile phone. Excitingly, mobile network operators, which can track the transaction history linked to mobile money accounts, essentially have the information to enable the construction of a credit profile — historically one of the primary barriers to credit for low-income individuals — thus allowing M-Shwari to offer short-term loans to its customers. The fact that M-Shwari has a non-payment rate of two percent over 90 days, despite lending to a segment of the population considered highly risky by conventional banks, is testament to the product’s success.

Most people probably don’t think of Kenya as an innovation and technology hub, but in 2007 it became the launching pad for M-Pesa, a transformative mobile phone-based platform for money transfer and financial services.  Since then, M-Pesa has undergone tremendous growth: in 2013, a staggering 43 percent of Kenya’s GDP flowed through M-Pesa, with over 237 million person-to-person transactions. M-Pesa is nearly omnipresent in the daily lives of Kenyans due to a range of services that include money deposit and withdrawal, remittance delivery, bill payment, School fees payment and microcredit provision.

The idea that would result in the creation of M-Pesa was born after researchers funded by the UK’s Department for International Development (DFID), the foreign aid arm of the British government, noticed that Kenyans were transferring mobile airtime as a proxy for money. DFID researchers saw potential in this idea, and facilitated a connection with mobile service provider Vodafone . Vodafone had been considering ways to support microfinance through its mobile platform, as access to banking and credit was limited in Kenya and transporting cash was both risky and slow. 

Nearly a decade after its launch, M-Pesa has transformed economic interaction in Kenya.  Its success reshaped Kenya’s banking and telecom sectors, extended financial inclusion for nearly 20 million Kenyans, and facilitated the creation of thousands of small businesses.  M-Pesa has been especially successful in reaching low-income Kenyans: new data indicates that the percentage of people living on less than $1.25 a day who use M-Pesa rose from less than 20 percent in 2008 to 72 percent by 2011.

Groups that typically have limited access to formal financial services have benefited from the financial products offered through M-Pesa.  In particular, its short-term Pay Bill Account service allows users to fundraise for a variety of purposes, including expenses relating to medical needs, education, and disaster relief.  M-Pesa has also empowered business creation—many small companies rely on M-Pesa for nearly all transactions, or provide a service that is a derivative of the platform itself.

In Kenya, M-Pesa has been so successful that traditional banks have come to see it as a serious competitor.  At first, these banks sought to limit M-Pesa by seeking regulations from the Kenyan government, but increasingly they have begun to offer mobile banking services that attempt to disrupt M-Pesa’s monopoly of the mobile money market.  To compete, many of these services are offered with transaction fees that are even lower than M-Pesa’s.  As more players enter the system, the mobile money market may become even more widely accessible and the beneficiary is the consumer.

M-Pesa’s success is derivative of the explosive growth in access to cell phones in the developing world.  In the first quarter of 2015, there were over 900 million mobile subscribers in Africa, and 3.7 billion in Asia.  The number of mobile lines in service is projected to surpass the global population at some point this year, and developing markets will continue to drive growth in mobile subscriptions for the foreseeable future.

M-Pesa's impact in Kenya put mobile money services on the map; today there are a number of successful mobile money services around the world that are similar to or resultant from M-Pesa. M-Pesa’s impact in Kenya put mobile money services on the map, and the subsequent proliferation of similar services can be credited to this success. According to the Global Mobile Systems Association (GMSA), approximately 255 mobile money services were operating across 89 countries in 2014. They are now accessible in more than 60 percent of developing markets. Sub Saharan Africa is the region where mobile money is most widely spread, followed by Southeast Asia and Latin America. 

By enabling users to transfer money to each other and make payments directly to businesses and service providers, mobile money platforms cut down on corruption by reducing the need to operate in a cash-only economy. As a result, M-Pesa’s empowers individuals and supports entrepreneurial creativity in a less constrained financial marketplace.

Dan Amolo